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100 Jahre Affentaler Winzergenossenschaft gewürdigt

ABB vom 15.09.2009

Bei Zwetschgenfest-Matinee Rückblick auf 100 Jahre Geschichte gehalten/Weinhoheiten präsentieren Weine


Weinhoheiten strahlen um die Wette

ABB vom 14.09.2009

Farbenprächtiger Umzug mit aufwendigen Festwagen begeistert Zwetschgenfestbesucher


Fusionen dort, wo sie Sinn machen 

BT vom 07.09.2009

Affentaler Winzergenossenschaft feiert ihr 100-jähriges Bestehen / Im Landkreis Rastatt werden statistisch jährlich 6,7 Millionen Liter Wein getrunken


Weinbau ist Werbeträger und Wirtschaftsfaktor

ABB vom 07.09.2009

Affentaler Winzergenossenschaft feiert 100. Geburtstag mit stilvollem Festakt


Der Saisonstart verläuft einfach nur affenstark

BT vom 08.09.2009

Bei der Affentaler Winzergenossenschaft hat die Lese für Neuen Wein begonnen / Findling bringt es auf bis zu 90 Grad Öchsle


Neue Räume mit "Wohlfühlatmosphäre"

Vor 100 Jahren als Naturweinbauverein gegründet / Neue Verkaufsräume werden am Wochenende eröffnet


ABB vom 02.12.2008
Die Affentaler Winzergenossenschaft hat allen Grund zum Feiern: Mit der Eröffnung der neuen Verkaufsräume wurde das Jubiläumsjahr eingeläutet. Wie berichtet, blickt die WG auf ihr 100-jähriges Bestehen. Was in der Branche Rang und Namen hat, war Gast bei der Affentaler Winzergenossenschaft, die zum Eröffnungsfest eingeladen hatte. Sichtlich stolz präsentierten Ralf Schäfer (geschäftsführendes Vorstandsmitglied) und Rainer Huber (Vorstandsvorsitzender) die neuen Räume, in der künftig Genossenschaftswein gekostet und auch gekauft werden kann. Rund 450 000 Euro wurden in die Sanierung und Neugestaltung investiert, und das Ergebnis kann sich nach rund siebenmonatiger Bauzeit sehen lassen: Durch ein homogenes Beleuchtungskonzept wurden die Lichtverhältnisse verbessert. Obendrein hat man die Raumaufteilung verändert und damit eine neue Wirkung erzielt.
Bei der optischen Gestaltung des 400 Quadratmeter großen Raums, der unter anderem über einen separaten Tagungsbereich verfügt, legte die WG auf Natürlichkeit, Erdigkeit und Wärme großen Wert, in dem unter anderem Natursteine verwendet wurden. Das Gesamtkonzept hat zur Folge, dass die Funktionalität und die innerbetriebliche Organisation weiter entwickelt werden konnten. So wurde unter anderem ein zweiter Eingangsbereich geschaffen, über den der Verwaltungstrakt erreicht werden kann. Architekt Andreas Weber schilderte kurz und knapp die Vorzüge des Konzepts, das er entwickelt hat: Die großzügige Theke ist nun ein Kommunikationszentrum und das alte Treppenhaus wurde diskret mit einem neuen Büroraum verdeckt. „Wir haben keine Coolness inszeniert, sondern eine Wohlfühlatmosphäre, die jeder verstehen kann“, fasste er zusammen. Bei der Umstrukturierung hat man vom Altbestand das erhalten, was besonders bedeutsam ist: So wurden das kunstvoll gestaltete Treppengeländer und das aufwendige Glasfenster an der Ostseite des Gruppenraumes in das neue Konzept integriert. Die Reihe der Gratulanten war lang. Landrat Jürgen Bäuerle formulierte seine Anerkennung so: „Das neue Entree wird der sehr guten Weinqualität gerecht.“ Auch der Eisentaler Ortsvorsteher Georg Feuerer überbrachte seine Glückwünsche, ebenso Bernhard Rittler, der als Berater für Winzergenossenschaften tätig ist.
Vor Ort war auch Weinkönigin Bianca I. Sie hatte eine ganz eigene Definition für die neuen Räumlichkeiten: „Neu bedeutet für mich N wie Natur, E wie Entwicklung zu Top-Weinen und U wie unglaubliche Momente.“ Mit zahlreichen unglaublichen Momenten wurde in der Winzergenossenschaft im Anschluss die Eröffnung des neuen Verkaufsraums kräftig und ausgiebig gefeiert. 

Neue Verkaufsräume rechtzeitig zum Jubiläum fertiggestellt

100 Jahre Affentaler Winzergenossenschaft


ABB vom 29.11.2008
Mehrere Monate hat es gedauert, rund 450 000 Euro hat es gekostet, aber nun erstrahlt das Gebäude der Affentaler Winzergenossenschaft in neuem Glanze. Rechtzeitig zum Auftakt des Jubiläums – die WG wird 100 Jahre alt – sind die neu gestalteten Verkaufsräume fertiggestellt worden. Am Samstag und Sonntag werden diese im Rahmen der Weihnachtszauber-Veranstaltung der Öffentlichkeit präsentiert.
Damit die Besucher dabei so richtig auf den Geschmack kommen, wurde auch für lukullische Genüsse gesorgt. Die stammen zum einen aus der hauseigenen Kellerei, in diesem Jahr erstmals auch in Form eines edlen Glühweins. „Wir wollen die Möglichkeit geben, auch mal einen sehr guten Glühwein zu probieren“, erklärte Geschäftsführer Ralf Schäfer. Mit dabei ist auch wieder das Café Böckeler, das ebenfalls mit einer neuen Kreation aufwartet, dem Badischen Zwetschgenstollen. Edle Weingläser und Karaffen präsentiert Bessey & Flammer, während Weinkönigin Bianca I. am Sonntag zwischen 14 und 18 Uhr zu Gast sein wird. Der Weihnachtszauber in der WG währt traditionell zwei Tage und beginnt bereits am heutigen Samstag von 9 bis 16 Uhr und setzt sich dann am Sonntag von 10 bis 18 Uhr fort.
Die Inbetriebnahme der neuen Geschäftsräume und der diesjährige Weihnachtszauber gehören zu den Veranstaltungen, die im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten mit auf dem Programm stehen. Was vor 100 Jahren im Auerhahn in Eisental begann, als die Gründer des „Naturweinbauvereins“ zusammen kamen, aus dem die heutige Affentaler Winzergenossenschaft hervorging, daran soll am 13. Dezember um 18 Uhr im Rahmen eines Gedenkgottesdienstes mit anschließendem Empfang im „Auerhahn“ erinnert werden.
Auch steht eine große Zahl von Ehrungen an, die im Zuge einer Winzergala durchgeführt werden. Präsentieren werden sich die Affentaler jedoch auch mit einem Offenen Winzerkeller am 8. März sowie mit einer Weinmesse, die während der langen Einkaufsnacht auf dem Bühler Kirchplatz stattfinden soll und sich um den Jubiläumsjahrgang 2008 dreht.
Weiter geht es im Juli mit einem Winzerfest am Trottenplatz, zu dem eine Weinwanderung gehört, der das Thema "100 Jahre Affentaler“ zu Grunde liegt. Auch beim Affentaler Dorffest zeigen sich die Winzer und laden am 5. September außerdem zu einer Jubiläumsparty in die eigenen, neu gestalteten Räumlichkeiten.
Ab dem kommenden Wochenende werden diese offiziell in Betrieb genommen und sollen der WG ein neues Gesicht geben. Denn bis auf die Gebäudehülle und einzelne Elemente wurde alles an dem Gebäude verändert, das in dieser Form seit 1982 existierte. „Wir wollten Wärme, Erdigkeit und Natürlichkeit schaffen“, beschreibt Schäfer den  Gedanken, den Architekt Andreas Weber umgesetzt hat. „Wir wollten ein Stück weit die Weinberge hereinholen.“ Sandstein-Optik an den Wänden, dunkle Eichenböden in Kombination mit dem erhaltenen Steinbelag sowie eine alles dominierende Verkostungstheke, hinter der sich ein großzügiger Verkaufsraum ausdehnt. „Wir wollten damit sowohl die Einblicksituation von außen aber auch die Weiterentwicklung der Funktionalität und der innerbetrieblichen Organisation verbessern.“
Rund 450 000 Euro hat die Winzergenossenschaft dafür investiert und möchte dem Ganzen noch eine Krone aufsetzen. Im Südgiebel soll ein Spanntransparent befestigt werden, wohingegen der Schriftzug vom Dach verschwinden werde. Stattdessen soll vor dem Gebäude ein Pylon entstehen, auf dessen Spitze eine Traube prangt.
Den Abschluss des Jubiläumsjahrs soll das Zwetschgenfest bilden. Dort wird dem Jubiläum sowohl beim Umzug mit einer Themengruppe Rechnung getragen. „Wir werden auch die Matinee maßgeblich mitgestalten.“ Am kommenden Wochenende steht jedoch erst einmal alles im Zeichen des Weihnachtszaubers, der am Samstag von 9 bis 16 Uhr sowie am Sonntag von 10 bis 18 Uhr stattfindet.

Fackelzug zur Wiege der Winzergenossenschaft

Vor 100 Jahren als Naturweinbauverein gegründet / Neue Verkaufsräume werden am Wochenende eröffnet


ABB vom 26.11.2008
Im Auerhahn in Eisental kamen die Gründer des „Naturweinbauvereins“ zusammen, aus dem die heutige Affentaler Winzergenossenschaft hervorging. Rechtzeitig zum Auftakt des Jubiläumsjahrs hat sich der Betrieb zum Aufbruch ins nächste Jahrhundert gerüstet und mehr als nur Kosmetik am Gebäude vorgenommen. Und damit das auch weithin sichtbar und bekannt wird, sollen weitere Aktionen folgen, die sich bis zum Zwetschgenfest hinziehen werden, erklärte Geschäftsführer Ralf Schäfer.
Eine große Zahl von Ehrungen stehe an, die im Zuge einer Winzergala durchgeführt werden. Die Geschichte der WG selbst soll allerdings auf verschiedenen Ebenen Würdigung erfahren. „Am 13. Dezember laden wir um 18 Uhr zum Gedenkgottesdienst in die Kirche in Eisental ein.“ Per Fackelzug geht es dann zur „Wiege der WG“ in den Auerhahn, wo ab 20 Uhr die Gründung nochmals aufleben soll. Präsentieren werden sich die Affentaler jedoch auch mit einem
Offenen Winzerkeller am 8. März sowie mit einer Weinmesse, die während der langen Einkaufsnacht auf dem Bühler Kirchplatz stattfinden soll. Weiter geht es im Juli mit einem Winzerfest am Trottenplatz, zu dem eine Weinwanderung gehört, der das Thema „100 Jahre Affentaler“ zugrunde liegt. Auch beim Affentaler Dorffest zeigen sich die Winzer und laden am 5. September außerdem zu einer Jubiläumsparty in die neu gestalteten Räumlichkeiten. Ab dem kommenden Wochenende werden diese offiziell in Betrieb genommen und sollen der WG ein neues Gesicht geben. Denn bis auf die Gebäudehülle und einzelne Elemente wurde alles an dem Gebäude verändert, das in dieser Form seit 1982 existierte.
„Wir wollten Wärme, Erdigkeit und Natürlichkeit schaffen“, beschreibt Schäfer den Gedanken, den Architekt Andreas
Weber umgesetzt hat. „Wir wollten ein Stück weit die Weinberge hereinholen.“ Sandstein-Optik an den Wänden, dunkle Eichenböden in Kombination mit dem erhaltenen Steinbelag sowie eine alles dominierende Verkostungstheke, hinter der sich ein großzügiger Verkaufsraum ausdehnt. „Wir wollten damit sowohl die Einblicksituation von außen, aber auch die Weiterentwicklung der Funktionalität und der innerbetrieblichen Organisation verbessern.“
Rund 450 000 Euro hat die Winzergenossenschaft investiert und möchte dem Ganzen noch eine Krone aufsetzen. Im Südgiebel soll ein Spanntransparent befestigt werden, wohingegen der Schriftzug vom Dach verschwinden werde. Statt dessen soll vor dem Gebäude ein Pylon entstehen, auf dessen Spitze eine Traube prangt. Den Abschluss des Jubiläumsjahrs soll das Zwetschgenfest bilden. Dort wird dem Jubiläum beim Umzug mit einer Themengruppe Rechnung getragen. „Wir werden auch die Matinee maßgeblich mitgestalten“, sagt Schäfer. Am Wochenende steht jedoch erst einmal alles im Zeichen des Weihnachtszaubers, der am Samstag von 9 bis 16 Uhr sowie am Sonntag
von 10 bis 18 Uhr stattfindet.

Reiche Ausbeute für Affentaler WG

Zusätzliche Traubenpresse erleichterte in diesem Jahr die Verarbeitung


Pressemitteilung ABB vom 07.11.08

Reiche Ausbeute für die Affentaler Winzergenossenschaft (WG) bei der DLG-Bundesweinprämierung 2008. Insgesamt 20 Weine des Jahrgangs 2007 mit Schwerpunkt Spätburgunder sowie Riesling und Weißherbst, wurden ausgestellt, und alle erhielten eine Medaille. „Wir sind außerordentlich zufrieden“, freuen sich Ralf Schäfer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Affentaler WG, und Kellermeister Leo Klär. Elfmal gab es eine Goldmedaille für die Bühler Erzeugnisse, darunter beispielsweise eine Spätburgunder Spätlese, hinzu kommen sechs Silbermedaillen und drei Bronzemedaillen.
Damit schnitt die Affentaler WG überdurchschnittlich gut ab bei der Prämierung, die in Groß-Umstadt bei Darmstadt stattfand und bei der mehrere tausend Weine aus den deutschen Weinanbaugebieten von den Prüfern umfassend getestet wurden. Leo Klär war diesmal selbst einer der Prüfer. Er blickt bereits auf eine 15-jährige Erfahrung als Prüfer bei der Landesweinprämierung zurück. Während der Prüfung sind die zu testenden Weine „anonym“, das heißt, die Prüfer kennen weder Name noch Herkunft der edlen Tropfen. So ist größtmögliche Objektivität gewährleistet. Vor allem die Anzahl der verliehenen Goldmedaillen für die Affentaler Weine sei bemerkenswert. Damit habe die WG im Vergleich zu anderen Ausstellern überdurchschnittlich gut abgeschnitten, so Schäfer und Klär; sie sprechen vom „besten Ergebnis der letzten Jahre“. Sehr zufrieden sind die WG-Verantwortlichen auch mit dem Verlauf der diesjährigen Weinlese. Erst am Mittwoch dieser Woche wurden die letzten Trauben angeliefert. Begonnen wurde bereits am 8. September mit dem ersten Federweißen. Beginn der Hauptlese war Ende September mit Müller-Thurgau, zuletzt wurden Riesling und Spätburgunder gelesen. So spät wie möglich sei diesmal die Ernte eingefahren worden. „Das war eine Geduldsprobe“, so Leo Klär. Das Warten habe sich aber gelohnt, „hervorragende Ergebnisse bei allen Sorten“ seien zu verzeichnen. Einen besonderen Dank zollen Ralf Schäfer und Leo Klär in diesem Zusammenhang den knapp 900 Winzern der Affentaler WG.
Zugute kam diesmal bei der Traubenverarbeitung im Winzerkeller die neu angeschaffte zusätzliche Traubenpresse. „Dadurch hat sich unsere Schlagkraft erhöht“, so Ralf Schäfer. Auch größere angelieferte Mengen konnten so zügig verarbeitet werden. Rund zwei Millionen Liter Wein und damit etwa so viel wie im vergangenen Jahr wurden verarbeitet. Die geerntete Menge pro Ar sank zwar etwas, dies wurde aber durch eine etwas größere Fläche – derzeit rund 233 Hektar – ausgeglichen. Mehrere Winzer hatten sich im Jahresverlauf neu der Affentaler Winzergenossenschaft angeschlossen.
Die Mostgewichte beim Riesling liegen in diesem Herbst zwischen 80 und 100 Grad Öchsle, beim Spätburgunder gar zwischen 90 und 110. Beim Grauburgunder betrug der Spitzenwert 109 Grad Öchsle. „Es liegen tolle Weine im Keller“, ist Leo Klär begeistert. Im Ausnahmejahr 2003 waren Spitzenwerte von bis zu 118 Grad Öchsle erzielt worden. „Mit der Sortenstruktur sind wir zufrieden“, bestätigt der Kellermeister. Riesling und Spätburgunder dominieren die Anbauflächen. Drittwichtigste Sorte ist Müller-Thurgau.
Allerdings sind noch nicht alle Trauben gelesen. Auf etwa einem Hektar Fläche hängen Riesling und Spätburgunder noch am Stock. Sie sind vorgesehen für edelsüße Weine und auch für Eiswein. Für letzteren stehen jeweils rund 30 Ar Riesling und Spätburgunder bereit. „Jetzt hoffen wir auf Frost“. Sollte das Wetter mitspielen, könnten rund 3 000 Flaschen mit diesem besonderen Tropfen gefüllt werden.

 

Die Weinlese hat begonnen

AWG schenkt ersten neuen Wein beim Zwetschgenfest aus


Pressemitteilung ABB vom 10.09.08

Mit der Ernte der Findlingtrauben wurde bei herrlichem Wetter bei der Affentaler Winzergenosenschaft die Herbstsaison 2008 eingeleitet.

Es geht derzeit noch recht gemütlich zu, denn laut Kellermeister Leo Klär sind es gerade noch vier Winzer, die diese Traubensorte, die ausschließlich für den jährlichen neuen Wein Verwendung findet, in ihrem Bestand haben.

Um dem Wunsch nach neuem Wein in den kommenden Wochen auch gerecht zu werden, der Bedarf liegt bis zum Beginn der Hauptlese bei etwa 25 000 Liter, wurden neben dem Findling auch bereits Müller-Thurgau-Trauben aus ausgewählten Lagen geherbstet. Recht zufrieden ist der Kellermeister mit den Mostgewichten von 85 Grad Öchsle beim Findling und 74 Grad beim Müller-Thurgau.

Erstmals beim Bühler Zwetschgenfest an diesem Wochenende und ab kommenden Montag auch bei der Affentaler WG kann der diesjährige "Neue" verkostet werden. 

Leo Klär: "Jetzt ist jeder Sonnenstrahl wertvoll"

Bühl (gero) – Leo Klär hat gute Laune. Ausnahmsweise mal kein Regen, dafür Sonne satt. Die passenden Ingredienzien für die kommenden Wochen der Wahrheit und einen guten Jahrgang. Der Kellermeister der Affentaler Winzergenossenschaft spricht von einem „traumhaften Saisonstart“. 15 Genossen holten gestern gut 25 Tonnen Trauben der „Frühchen“-Sorten Müller-Thurgau und Findling vom Stock. Sie brachten es auf 74 beziehungsweise 85 Grad Öchsle. „Ein anständiges Mostgewicht“, wie Klär meint.


Pressemitteilung BT Oktober 2008

Im Fass veredelt wird das Lesegut freilich nicht. Es wird lediglich gepresst und säuert dann vor sich hin: Vom Süßen zum Reißer, der „Billigheimer“ der Vinologie. In den Verkauf kommt der Neue Wein traditionell erstmals am Freitag zum Auftakt des Bühler Zwetschgenfests – und natürlich bei der WG selbst. Die gestern geerntete Menge dürfte für 14 Tage reichen, dann werden weitere 15 Tonnen (entsprechend 15 000 Liter Wein) von den Stöcken geschnitten. Angesichts einer durchschnittlichen Gesamterntemenge der WG von 2,2 Millionen Liter macht der Neue Wein rund zwei Prozent aus.
Gleichwohl: Er ist ein zumeist verlässlicher Indikator für die Qualität eines Jahrgangs. Klär schnalzt mit der Zunge und schwärmt von einer „frischen, fruchtigen Säure, die uns große Freude macht. Da kann man nicht meckern“. Der Riesling bringt es aktuell auf knapp über 60 Öchsle-Grade, 80 sollten es nach den Vorstellungen des Kellermeisters, der bei den Affentaler Genossen ins elfte Dienstjahr geht, schon werden.
Ähnlich propper hängt der Spätburgunder am Stock. Klär lobt die „kräftige Durchfärbung“ und die „tadellosen, gesunden Trauben“. Und auch die Menge sei „wie maßgeschneidert“. Für beide Sorten mit einem Anbauanteil auf den 250 Hektar großen Rebflächen der WG von 47 beziehungsweise 40 Prozent beginnt Ende September die Hauptlese. Vorausgesetzt, das Wetter spielt mit und hat keine Kapriolen auf Lager wie im Herbst 2006, als Dauerniederschläge und fehlende Abkühlung in den Nächten die Beeren schlagartig verfaulen ließen und Umsatzeinbrüche von bis zu einem Drittel bescherten. Nach einem Frühjahr 2008 samt Sommer, die weitgehend ins Wasser fielen, kann Klär auf weitere Niederschläge „gerne verzichten“. Weil er ein unverbesserlicher Optimist ist, geht er von sonnigen, warmen Tagen und frischen Nächten aus. Eine solche Konstellation bringt einen Öchslezuwachs von bis zu zwei Grad pro Tag. „Jetzt ist jeder Sonnenstrahl wertvoll“, strahlt Klär und gewinnt dem bisherigen Wetterverlauf eine aus Weinbausicht durchaus positive Seite ab: „Wir hatten dieses Jahr keine extremen Temperaturen. Die Trauben konnten homogen und stressfrei heranwachsen.“ Wenn Anfang November dann auch die edelsüßen (Trockenbeerauslesen) ins Fass kommen, ist der Herbst aber noch nicht ganz abgefrühstückt. 40 Ar, bestückt mit Rieslingbeständen, warten dann immer noch auf ihre Ernte. Sie sollen das Eisweinsortiment abrunden. Bei der letzten Ernte am 20. Dezember 2007 durfte Leo Klär 140 Grad Öchsle messen. Da lässt er auch jeden „Süßen“ stehen.